Stone, professionell bekannt als Stone Graffiti, ist ein weltweit aktiver Graffiti-Künstler aus Laupheim bei Ulm. Seit 2008 verwandelt er Fassaden, Innenräume, Leinwände und Objekte in eindrucksvolle, individuelle Kunstwerke. Sein Ruf gründet auf makelloser Handwerkskunst, Kreativität und Zuverlässigkeit – sowie der seltenen Fähigkeit, hochdetaillierte realistische Charaktere zu malen und sie nahtlos mit grafischen und abstrakten Elementen zu verbinden.


Obwohl er als Künstler alles freihändig zeichnen kann, hat sich Stone neue Werkzeuge wie VR-Headsets und Sketchar zunutze gemacht, um seine Arbeit noch weiterzuentwickeln. In diesem Interview erfahren wir, warum einer der vielseitigsten Graffiti-Künstler Deutschlands modernste Technologie in seinen Prozess integriert – und was das für die Zukunft der Wandmalerei bedeutet.
Lassen Sie uns mehr über seinen Ansatz erfahren.
1. Du bist ein erfahrener Künstler und kannst alles freihändig zeichnen, ganz ohne zusätzliche Werkzeuge. Warum nutzt du also ein VR-Headset mit Sketchar?
Stone: Von der Kunst zu leben ist nicht einfach und bedeutet viel harte Arbeit. Als beauftragter Maler bin ich ständig auf der Suche nach Wegen, effizienter zu arbeiten. Früher habe ich meine Skizzen freihändig oder mit einem Raster auf die Wand übertragen. Aber sobald ich diese Technik beherrschte, verlor ich das Interesse am Übertragungsprozess – er wurde zu einem zeitaufwendigen Schritt, der mich nicht mehr reizte.
Für manche Künstler ist das manuelle Übertragen einer Skizze ein wesentlicher Teil des Prozesses. Für mich sind jedoch das Design und die Detailarbeit, die zum Endergebnis führen, die wichtigsten Phasen.
„Ich bin mit Technik aufgewachsen, und als ich sah, dass VR diesen Schritt beschleunigen kann, wollte ich es unbedingt ausprobieren.“



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2. Du kombinierst realistische Charaktere mit verschiedenen grafischen Elementen. Erzähl uns mehr über deinen Prozess und wo VR dir am meisten hilft.
Stone: VR hilft mir enorm, besonders bei der Arbeit an großen Wandbildern. Proportionen und kleine Details sind bei meinen realistischen Motiven extrem wichtig. Wenn die Skizze auf der Wand nicht stimmt, fühlt sich für mich das ganze Ergebnis falsch an.
Mit Sketchar kann ich Proportionen schnell und präzise übertragen und die Skizze direkt vor Ort anpassen oder neu positionieren. Was auf einem A4-Blatt funktioniert, kann auf 100 m² völlig anders aussehen. Mit VR kann ich sofort auf die räumlichen Gegebenheiten reagieren und experimentieren.


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3. Als Vorreiter, der neue Ansätze in der Kunst fördert – wie würdest du Künstlern, die es noch nie ausprobiert haben, die Vorteile neuer Technologien wie VR erklären?
Stone: Für mich ist der größte Vorteil die eingesparte Zeit und die Flexibilität, die es bietet. VR lohnt sich besonders, wenn man den manuellen Übertragungsprozess nicht besonders gerne macht.
Es ist ein Werkzeug – ein technisches Hilfsmittel, das einem hilft, sein Ziel effizienter zu erreichen.


4. Viele Künstler – besonders im Graffiti-Bereich – sind skeptisch oder sogar dagegen, VR für ihre Kunst zu nutzen. Was hat dir geholfen, dieser Technologie so früh zu vertrauen und sie zu erkunden?
Stone: Ich verstehe, warum das Thema polarisiert. Letztlich muss jeder selbst entscheiden, wo VR in seinen Prozess passt. Aber ich finde es wichtig, zuerst die klassischen Methoden zu beherrschen und sich nicht sofort zu 100 % auf Technik zu verlassen.
Künstler, die traditionelle Methoden bevorzugen, müssen VR nicht nutzen – aber ich verstehe Kommentare wie „Früher wurde alles von Hand und mit Können gemacht“ nicht. Können umfasst viel mehr als nur das Übertragen einer Skizze: Man muss seine Arbeit verkaufen, Kunden mit starken Designs überzeugen und das Endergebnis professionell abliefern.
Das Übertragen von Skizzen – ob freihändig, mit Raster oder mit VR – ist nur ein kleiner Teil davon.



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5. Wie siehst du die Zukunft der kommerziellen Kunst durch die enge Zusammenarbeit mit AR und VR?
Stone: Ich denke, die Skepsis wird langsam verschwinden. AR und VR werden zu einem natürlichen Teil der kommerziellen Kunstwelt.
Die Technologie wird traditionelle Fähigkeiten nicht ersetzen – VR macht dich nicht zu einem besseren oder gefragteren Künstler –, aber sie macht dich effizienter. Und das ist extrem wertvoll!



Bilder: Stones Website
Stones Ansatz spiegelt einen bedeutenden Wandel in der kommerziellen Wandmalerei wider. Künstler, die für ihren Lebensunterhalt auf Wandbilder angewiesen sind, setzen zunehmend auf Werkzeuge wie Sketchar und VR-Headsets, um ihre Arbeitsabläufe zu beschleunigen, Unsicherheiten zu reduzieren und mehr Zeit für hochwertige kreative Arbeit zu gewinnen.
VR ersetzt nicht das künstlerische Können – es verstärkt es. Indem das Übertragen von Skizzen schneller, präziser und stressfreier wird, können Künstler ihre Energie dort einsetzen, wo sie wirklich zählt: Design, Detailarbeit, Umsetzung und Kundenbeziehungen.
Für kommerzielle Muralisten, die einen Wettbewerbsvorteil bei Geschwindigkeit, Präzision und Professionalität suchen, entwickelt sich VR schnell zu einem der wirkungsvollsten verfügbaren Werkzeuge.
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Bilder: Stones Website



